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Der letzte tragende Grund... Geschichte eines Lebens In liebender Erinnerung an Anna Burger (1921-1997) Vina Solo / Song to Ganesh-Rag Hamsadwani Nächste Woche geht's weiter: "Eine Seele, in die Welt gesetzt" |
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Liebe Freunde, hier lest Ihr die Lebensgeschichte einer Frau. Die Zeit, in der ich mit ihr in einer Arbeit engagiert war, hat mein Leben so wunderbar geweitet, unter Umständen und Verhältnissen, die viele eher als beengend und ungünstig bezeichnen würden. Ich verdanke Anna Burgers Beispiel so viel. Unsere Zusammenarbeit war für mich wegweisend… so viele Erinnerungen sind damit verbunden, tiefe Gefühle, die im Herzen drin aufbewahrt sind wie Juwelen in einer Schatztruhe, und die dann von Zeit zu Zeit aufwallen und mein Leben auch heute noch, zehn Jahre nach ihrer Heimkehr, ebenso bereichert wie damals, als wir zusammen arbeiteten. Anna Burger stand schon früh in ihrem Leben auf eigenen Beinen und lebte ein intensives Leben - in einer Zeit, die das letzte Jahrhundert so tief prägten; die Bestimmung schien sie immer wieder an Schnittstellen der Gesellschaft zu führen; dorthin, wo Umbrüche stattfinden. Wenn diese Geschichte euch, liebe Freunde, ermutigt, unsere heutigen Aufgaben mit der gleichen Hingabe und Tiefe anzugehen, wie dies Anny Burger tat, dann freue ich mich sehr auf unsere Zukunft! Eine Seele, in die Welt gesetzt (9) Und wieder die gleiche Reaktion von Seiten der Vorsteherin; sie bat den Bischof zu kommen, um die entweihte Zelle wieder neu einzusegnen. Und mit Anny wurde fortan kaum mehr gesprochen; die Kommunion stand bevor. Da zeigte sich in ihr eine unverhoffte, vehemente Reaktion; je näher dieser Tag kam, desto allergischer wurde sie auf jede Nahrung, sie bekam Hautausschläge, Fieber und lag monatelang in einem Zustand zwischen Leben und Tod. <So verpasste ich schliesslich meine erste Kommunion, ich war einfach froh, dass ich irgendwie noch weiterlebte, alles andere war wie ausgelöscht.> Dies sagte Anny ohne Bedauern, einfach mit der Erkenntnis, dass da Veränderungen vor sich gingen, die ausserhalb ihrer Reichweite geschehen waren; sie konnte diese weder beeinflussen noch nachvollziehen, also nahm sie es hin, wie man einen Bergsturz hinnimmt, als Naturereignis. |
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