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Der letzte tragende Grund... Geschichte eines Lebens In liebender Erinnerung an Anna Burger (1921-1997) Vina Solo / Song to Ganesh-Rag Hamsadwani Nächste Woche geht's weiter: "Du läufst aus deinem Leben davon" |
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Liebe Freunde, hier lest Ihr die Lebensgeschichte einer Frau. Die Zeit, in der ich mit ihr in einer Arbeit engagiert war, hat mein Leben so wunderbar geweitet, unter Umständen und Verhältnissen, die viele eher als beengend und ungünstig bezeichnen würden. Ich verdanke Anna Burgers Beispiel so viel. Unsere Zusammenarbeit war für mich wegweisend… so viele Erinnerungen sind damit verbunden, tiefe Gefühle, die im Herzen drin aufbewahrt sind wie Juwelen in einer Schatztruhe, und die dann von Zeit zu Zeit aufwallen und mein Leben auch heute noch, zehn Jahre nach ihrer Heimkehr, ebenso bereichert wie damals, als wir zusammen arbeiteten. Anna Burger stand schon früh in ihrem Leben auf eigenen Beinen und lebte ein intensives Leben - in einer Zeit, die das letzte Jahrhundert so tief prägten; die Bestimmung schien sie immer wieder an Schnittstellen der Gesellschaft zu führen; dorthin, wo Umbrüche stattfinden. Wenn diese Geschichte euch, liebe Freunde, ermutigt, unsere heutigen Aufgaben mit der gleichen Hingabe und Tiefe anzugehen, wie dies Anny Burger tat, dann freue ich mich sehr auf unsere Zukunft! Du läufst aus deinem Leben davon (7) Es gab wohl kaum einen seltsameren Augenblick in meinem Leben als diesen! Schon als ich spürte, was Anny da zu formulieren versuchte, hatte ich erkannt, dass sie auf eine Weise Recht hatte, die mich in das absurdeste Dilemma stürzte, in dem ich mich je befunden hatte. Ich hatte mir die grösste Mühe gegeben, den ganzen Bewusstseinsprozess , der seit ein paar Monaten in mir in Bewegung war, durchzuarbeiten, mit der grösstmöglichen Ehrlichkeit gegenüber mir selber, gegenüber den Idealen unserer Arbeit, gegenüber der tiefen Freundschaft, die ich für Anny empfand. Und all dies schien mein höchsteigenes Manöver, mit bestem Wissen und Gewissen, mich aus meinem eigenen Leben zu befördern! Etwas Ungereimteres hatte ich noch nie erlebt! Anny hatte völlig recht! Doch meine Überlegungen waren ebenso völlig recht! Wochenlang war ich danach unterwegs wie einer, der sich jeden Tag die Sonne auf die Haut scheinen lässt und sagt: <Es ist so dunkel, wenn doch nur die Sonne schiene!> Dies war mir völlig klar, weder die Arbeit litt darunter, noch unsere Hingabe und Fürsorge für das, was wir am liebsten hatten, und das uns nun nur noch für eine kurze Zeit so beschert sein würde. Doch die Frage hielt mich immer wieder auf Trab: <Soll mir doch einer erklären, was da in mir drin nicht aufzugehen scheint! Söll emal cho!> Hatte ich da wirklich etwas nie erkannt, das Zentrum von Annys Sicherheit? Ergebenheit? Dies war das einzige, was mir da in den Sinn kam, wenn ich Anny sah, ihre Trauer und ihre Sicherheit. |
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