Ratgeber Mai

Die Zeitalter der Welt

aus: Hazrat Inayat Khan -

The Purpose of Life

(siehe auch Forum)

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Wir sollten nicht immer versuchen, Schwierigkeiten zu entkommen, denn am Ende werden wir es sowieso nicht schaffen, ihnen zu entkommen. Das Leben auf der Erde ist schwierig, und mit der Entwicklung der Welt wird es noch schwieriger werden; jeden Tag wird es schwieriger werden. Wir können uns die Welt wie einen Menschen vorstellen, einen Menschen, der sein Leben von der Kindheit bis zum reifen Alter gestaltet.

- Im Säuglingsalter, wie abhängig das Kind auch sein mag, ist es doch ein Herrscher, völlig glücklich in den Armen der Mutter, in der Obhut des Vaters; nichts beunruhigt den Säugling, nichts stört ihn; da ist keine Bindung, keine Feindschaft, er ist so glücklich wie die Engel im Himmel. Und so war auch zum Beginn der Welt, vor allem dem Beginn der menschlichen Rasse. Die Hindus haben dies das Goldene Zeitalter genannt.

- Und dann kommt die Jugend, die Jugend mit ihrem Frühling, ihrer Zartheit und mit ihrer Verantwortung. Die Jugend hat ihre eigenen Prüfungen, ihre eigenen Erfahrungen, ihre eigenen Ängste. Dieser unbeständige Zustand der Erde wurde von den Hindus das Silberne Zeitalter genannt, was bedeutet, dass diese Zeitalter mit all seinen Schätzen, der Frühling der Jugend ist.

- Doch dann, wenn das Leben voranschreitet, kommt die Welt in die Phase dessen, was man als das mittlere Alter bezeichnen kann; das Zeitalter der Befürchtungen, der Sorgen, der Ängste, der Verantwortlichkeiten. Die Hindus haben es das Kupferne Zeitalter genannt. Wenn das Leben voranschreitet, hat es viel zu tragen. Ein fruchtbarer Baum, mit dem Gewicht von Früchten, neigt sich, und so ist es auch mit dem Fortschritt.

Bei jedem Schritt voran sind da Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten. Dennoch sollten wir nicht Schwierigkeiten suchen. Eines rettet uns, und es ist die Hoffnung.

All das, worüber ich gesprochen habe, ist der metaphysische Teil. Worüber ich jetzt sprechen will, ist die psychologische Einstellung, die wir einnehmen sollten. Hoffen wir immer auf das Beste, und wir werden sicherlich das Beste haben. Was wir tun können, ist, uns stark genug zu machen, um durch dieses irdische Leben zu gehen; und nur in dieser Kraft der Überzeugung werden wir auf jedem Pfad, den wir gehen, zum inneren Ziel gelangen; was auch immer unser Leben sein mag, im welchem Beruf immer, ob in der Industrie, oder im Handel, dies spielt keine Rolle; wir sollen die Religion, die Religion der Natur leben, unser Leben in eine Religion verwandeln, unser Leben zu einer Religion machen. Und so werden wir auch bei jedem irdischen Erfolg Schritte zur inneren Vollendung verwirklichen.


Sturm, du überfällst uns plötzlich und ohne Vorwarnung!

- Ich sende mein Ultimatum mit dem Wind, bevor ich das Feuer eröffne.

 

Sturm, warum zerstreuen sich nun die Wolken?

- Ich habe Befehl zur Demobilisierung gegeben.

 

Sturm, weshalb sendest du den Regen, nachdem du gegangen bist?

- Um Frieden zu schliessen mit der Erde.

 

Vadan - Tanas


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